Das Fallschirmspringen
 Historischer FallschirmEin Sport, der die Menschheit schon recht lange begeistert, der aber eigentlich recht jung ist. 1495 hat Leonardo da Vinci sich bereits mit der Thematik beschäftigt. 1797 ging der Franzose Andre-Jaques Garnerin als einer der erste Fallschirmspringer in die Geschichte ein.
Das Fallschirmspringen wird von Athleten, Sportlern, Freizeit-Junkies oder Soldaten (Fallschirmspringern) praktiziert, die aus Flugzeugen oder von festen Plätzen (BASE-Springen) abspringen, wobei ein Fallschirm (eine Hülle mit einem gefalteten Segeltuch, die sich durch das Öffnen des Schirmes eine Vergrößerung der Oberfläche und des Luftwiederstandes zur Folge hat) verwendet wird, um die Fallgeschwindigkeit zu verringern, wobei Absprünge aus großer Höhe ohne tödliche Schäden möglich sind.
Wenn man die Faszination des freien Falls entdecken will, ohne bereits Erfahrung zu haben, ist ein Tandemfallschirmsprung eine gute Wahl für die Waghalsigen. Er ist so konzipiert, dass man den Freifall-Sprung auch ohne einen Intensivkurs erleben kann.
An vielen Orten weltweit wird heute das „Sky diven“ und Fallschirmspringen als Kick und Freizeitspaß angeboten. Anbieter wählen oft z.B. eine Cessna Caravan 675 für bis zu 14 Fallschirm Springer oder eine Pilatus Porter.
Aus anderen Flugzeugtypen, wie z.B. der Skyvan SC6 springen die Fallschirmspringer von der Heckrampe des Flugzeuges. Buchungen für einen Tamdemsprung aus einem Helikopter kann man bei vielen Anbietern auch online vornehmen. So ein Helikopterflug ist immer ein ganz besonderes Erlebnis.
Die atemberaubenden Aussichten auf die Schweizer Berge, die Küstenlandschaften der portugiesischen Algarve sind während des Fallschirmsprungs unvergessene Erlebnisse.
 
Es gibt verschiedene Arten von Fallschirmabsprüngen, wie man hier sieht:
     Halbautomatischer Sprung
    Freifalltraining (FQL oder TR)
    Freistil
    Präzisionslandung
    Relative Arbeit von TRV Velams (Ausbildung von Velams)
    Freiflug (FF)
    Skysurfing
    Tandemsprung oder Doppelsprung
    BASE-Springen
    Flügelanzug
    Sturzflug
Ein österreichischer Draufgänger stürzte am 14. Oktober 2012 in die Rekordbücher und brach damit die Marke für den bisher höchsten Fallschirmsprung, nachdem er aus einem Ballon mehr als 24 Meilen über die Erdoberfläche gesprungen war. Noch ein weiterer Rekord sollte folgen: Mit Überschall fliegen.
BaumgartnerFelix Baumgartner trat am Sonntag im Südosten New Mexicos um kurz nach 12 Uhr abends in die Leere und den freien Fall, in fast 39.000 Metern Höhe und landete etwa 20 Minuten später sicher auf dem Wüstenboden. Sein erschütternder Sturz brach den Höhenrekord im Fallschirmspringen, der mehr als 50 Jahre lang bestanden hatte, und brachte noch ein paar weitere Premieren.
So durchbrach Baumgartner bei seinem freien Fall als erster Fallschirmspringer überhaupt die Schallmauer, die in so großer Höhe etwa 1.110 km/h (690 mph) beträgt. Und das an einem besonderen Tag - heute ist der 65. Jahrestag des ersten Überschallfluges, der 1947 von dem Amerikaner Chuck Yeager an Bord der Bell X-1 Rakete geflogen wurde.
"Ich weiß, dass die ganze Welt jetzt zusieht, und ich wünschte, die Welt könnte sehen, was ich sehe", sagte Baumgartner kurz vor dem Sprung. "Und manchmal muss man wirklich hoch hinausgehen, um zu sehen, wie klein man wirklich ist."
Vorläufige Ergebnisse des Sprungs zeigten, dass Baumgartner etwa 4 Minuten und 20 Sekunden im freien Fall verbrachte (ein Rekord ohne Fallschirm). Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 833 mph (1.342,8 km/h), sagte Brian Utley, ein Luftsportfunktionär, der die Veranstaltung überwachte.
Die Höchstgeschwindigkeit des Sprungs betrug somit Mach 1,24 - deutlich schneller als die Schallgeschwindigkeit. In einer Pressekonferenz nach dem Sprung brachen Applaus und Jubel aus, als Utley die gute Nachricht übermittelte.
Baumgartner sagte, er habe beim Durchbrechen der Schallmauer nichts anderes gespürt. "Wenn man in diesem Druckanzug steckt, fühlt man nichts. Es ist, als ob man einen Gips trägt", sagte er.